10 Irrtümer bei der Erstellung des Geschäftsplanes
1. Brauche ich nicht!
Wenn Sie eine Reise unternehmen, planen Sie doch auch Abflugzeit, Versicherungen, Telefonnummern, Kosten (Taschengeld), Übernachtung, Mitreisende, .…etc.
Tun Sie dies für das Reisebüro oder für sich selbst?
Sehen Sie, so ist das auch bei der Reise in die Selbständigkeit!
2. Bei mir ist alles anders!
Ein Arzt, ein Webdesigner, ein Trockenbauer, ein Artist,… - jeder benötigt für seine Selbständigkeit die Beachtung gleicher Grundsätze der Planung, des Belegmanagements, der Steuergesetzgebung, der Kundenbindung etc.
Für alle gelten die gleichen Gesetze und Vorschriften.
3. Weiß ich doch heute noch nicht!
Weiß der Bäcker, wenn er frühmorgens die Brötchen in den Ofen schiebt, wie viel er verkaufen wird? Weiß der Bauer, wenn er im März die Saat ausbringt, ob der Hagel im Juli die Ernte vernichtet? Weiß die Bank, wenn sie das Geld in Aktien anlegt, wie sich der Markt morgen entwickelt?
Jede Kalkulation basiert auf Hypothesen (und Hoffnungen), ohne die auch Sie nicht auskommen!
4. Kosten? Habe ich nicht!
Sie wollen ein Geschäft abwickeln ohne Telefon? Sie benötigen kein Papier für das Schreiben der Rechnungen? Ach so … läuft alles über den PC … und der läuft ohne Strom?
Die „absetzbaren Kosten“ kennen Sie? Die genauen Vorschriften zum Büro in der Wohnung, zur Nutzung des Pkw oder der Bewirtung im Restaurant sind Ihnen bekannt?
Nun gut, dann übernehmen Sie die Steuerlast alleine!
5. Sind doch sowieso nur Zahlen!
Zahlen stehen auf dem Papier, es kostet mich nichts, damit beliebig zu jonglieren.
Zahlen sind jedoch Abbild realer Prozesse und Zusammenhänge und die müssen Sie beschreiben und gegebenenfalls begründen.
6. Wettbewerber? Habe ich nicht!
Wie soll ich die kennen? Und wenn, dann verraten die mir doch nicht ihre Geheimnisse!
Bei jedem Angebot sitzt der „Wettbewerber“ unsichtbar mit am Tisch!
7. Muss ich doch nicht alles wissen!
Es ist wahr, es gibt eine kaum zu übersehende Flut von Gesetzen, Regeln und Vorschriften.
Es ist auch wahr, dass Sie nicht alle kennen können.
Und doch: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe und letztlich zählt Ihre Unterschrift und nicht die des externen Dienstleisters.
8. Lasse ich ohnehin durch andere machen!
Es stimmt, wir haben eine Arbeitsteilung. Aber der Selbständige haftet für sein gesamtes Unternehmen, egal wessen externe Dienste er in Anspruch nimmt (z.B. Steuerberater). Auch den müssen Sie verstehen und notfalls kontrollieren.
9. Alleinstellung brauche ich nicht!
Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung wäre das erste Unternehmen der Welt, das es nur einmal gibt.
Warum sollte man bei Ihnen kaufen?
10. Alles, was ich einnehme, ist meins!
Jede Einnahme eines Selbständigen ist nicht automatisch „sein Geld“. Die Einnahmen sind nicht der traditionelle Nettolohn, das Stipendium, das Kindergeld, SGBII-Leistungen oder ähnliches Geld, was schon versteuert ist.
Es müssen die Steuern (insbesondere die MwSt) oder eventuelle Pflichtabgaben bedacht werden.